bunte LEGO Steine und Tierfiguren

Warum ich "Serious Play" in Team Workshops liebe

VON EVELYN WURSTER
Wenn ich mit meiner prallgefüllten Kiste mit bunten Bausteinen und noch dazu mit meinem Sack voller Tierfiguren einen Workshopraum betrete, dann bekomme ich meistens ein ganzes Spektrum an Reaktionen:
Da sind genervte Blicke, die sagen: „Och nee – was soll das denn? Wir sind doch hier nicht im Kindergarten!“
Da sind ängstliche Blicke, die sagen „Bitte nicht – ich bin echt überhaupt nicht kreativ!“
Da sind überraschte Blicke, die fragen: „Hä – Spielsachen im Team-Workshop? Wie geht das denn zusammen?“
Und dann sind da auch begeisterte Blicke die sagen „Oh wie cool – das wird super heute!“
 
Ich setze unheimlich gerne „Serious Play“ Methoden in Team-Workshops ein. In diesem Artikel beschreibe ich, warum.
 
Vielleicht zunächst eine kurze Erklärung, was „Ernsthaftes Spielen“ (so die wörtliche Übersetzung von „Serious Play“) eigentlich ist: „Serious Play“ heißt, spielerische, kreative Methoden zu nutzen, um Business-Fragestellungen zu bearbeiten. Wohl am bekanntesten (und auch als Marke geschützt) ist die LEGO Serious Play Methode, bei der die Teilnehmer*innen eines Workshops mit LEGO Bausteinen ihre Ideen und Gedanken zu einer bestimmten Fragestellung visualisieren.  
Aus meiner Erfahrung eignen sich aber auch zahlreiche andere spielerische Elemente und Symbole wie Spielfiguren, Holzklötze, Tierfiguren, Kastanien… Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.  Ich finde, erlaubt ist, was funktioniert und was die Assoziationen bei den Workshop- Teilnehmer*innen in Gang bringt.
Warum setze ich die Methode so gerne ein?

 

1. „Serious Play“ liefert schnelle, gute Ergebnisse

Ich habe schon so manches Mal in Workshops zu hören bekommen, ob wir denn jetzt ernsthaft für „sowas“ Zeit verplempern wollen. Und ja, ich kann durchaus nachvollziehen, dass es im durchgetakteten Business-Alltag erst mal komisch wirkt, wenn man sich plötzlich vor einen Haufen mit Spielsachen setzt und „spielen“ soll. Während sich gleichzeitig die e-mails in der Inbox stapeln und 1000 dringende Sachen zu erledigen wären.
Umso überraschter sind die Teilnehmer*innen dann oft, wie viel Qualität aus so einer Session kommt, wie viele tolle Ideen entstehen und wie schnell manche Themen auf den Punkt gebracht werden können.
Der Trick an der Methode ist nämlich, dass nicht unser „Denk-Gehirn“ gefordert ist, sondern unser „Fühl-Gehirn“. Unser „Denk-Gehirn“ (den präfrontale Kortex) nutzen wir ohnehin schon die ganze Zeit bei der Arbeit. Dort findet logisches, rationales Denken und Analysieren statt. Unser „Fühl-Gehirn“ (das limbische System) unterdrücken wir oft bei der Arbeit. Denn Bauchgefühl lässt sich schließlich nicht in Zahlen, Daten und Fakten messen. Dabei stecken in diesem Teil unseres Gehirns unheimlich viele gute Ideen, Bilder und Lösungen. Diese werden mit „Serious Play“ Methoden zugänglich. Denn die Symbole wecken Assoziationen und Geschichten, die unser „Denk-Gehirn“ niemals hervorbringen würde.

 

2. „Serious Play“ bringt Klarheit

Vielleicht geht es Ihnen ja manchmal auch so, dass Sie ein vages Bauchgefühl zu einem Business-Thema habe. Aber Sie können nicht so richtig in Worte fassen, was genau es ist. Hier kann „Serious Play“ Klarheit bringen. Durch das spielerische, assoziative Vorgehen werden plötzlich Zusammenhänge klar, die vorher nicht ersichtlich waren. Es kommen Themen ans Tageslicht, die einem vorher nie in den Sinn gekommen sind. Schwummriges Bauchgefühl wird plötzlich klar darstellbar und damit für andere nachvollziehbar. Und daraus ergeben sich oft ganz klare Problemlösungen und nächste Schritte.
 

3. „Serious Play“ verbessert die Kommunikation in Teams

In „normalen“ Workshops und Meetings finden sich früher oder später immer ein paar Wortführer*innen und andere, die eher zurückhaltend sind und wenig sagen. Bei „Serious Play“ kommen alle gleichermaßen zu Wort. Die Stillen können genauso wie die Lauten zunächst ganz für sich allein ihren Gedanken freien Lauf lassen. Anschließend stellen alle einzeln ihr Werk vor. Und da kein (Bau-)Werk wie das andere ist, sind die Teilnehmer*innen auch meist sehr gespannt, die Geschichten dahinter zu hören. Alle kommen zu Wort. Jede*r hört zu. Jede*r darf ausreden. Und es gibt interessante und wertschätzende Rückmeldungen.

 

4. „Serious Play“ schafft Vertrauen in Teams

Wenn wir uns gegenseitig zuhören, dann lernen wir uns ganz nebenbei auch besser kennen. Wir entdecken neue Facetten aneinander, die wir vorher noch nicht kannten. Wir staunen, was alles in den Köpfen unserer Kolleg*innen steckt, was wir dort gar nicht vermutet hätten. Wir bekommen die Augen für neue Sichtweisen geöffnet, die uns davor nicht bewusst waren. Wir verstehen uns plötzlich besser und haben mehr Vertrauen zueinander. Und oft kommt es auch vor, dass bei einem Workshop neue Begriffe und Anekdoten entstehen, die ihren Weg in den Alltag finden und das Team regelrecht zusammenschweißen.

 

5. „Serious Play“ bringt schwierige Themen auf den Tisch und macht sie besprechbar

Konflikte und andere unangenehme Themen werden in vielen Teams oft – bewusst oder unbewusst – unter den Teppich gekehrt und nicht besprochen. Damit sind diese Themen zwar nicht sichtbar. Aber sie sind auch nicht weg.
Durch die spielerische und symbolhafte Herangehensweise können solche Themen einfacher besprochen werden. Sie werden sichtbar. Die Emotionen und Personen stehen nicht so sehr im Vordergrund. Die Situation kann versachlicht werden, weil über ein abstraktes Modell gesprochen wird. Und damit finden sich auch viel leichter Lösungen
 

6. „Serious Play“ hat einen nachhaltigen Effekt

Mal Hand aufs Herz: wie viel Prozent des Inhalts bleibt nach einem Workshop bei Ihrem Team wirklich hängen oder wird umgesetzt? 80%? 50%? Weniger?
 
Der „Workshop-Kater“ schlägt leider oft ganz erbarmungslos zu.
Selbst mit den besten Vorsätzen werden wir oft vom Tagesgeschäft überrollt. Neue Themen erfordern unsere Aufmerksamkeit und die anderen werden einfach ausgeblendet.
Anders ist das mit Ergebnissen, die spielerisch erarbeitet wurden. Unser Gehirn liebt Bilder und Geschichten. Deshalb bleiben diese auch viel länger bei uns hängen, als Bullet Points auf Powerpoint Folien oder Zahlen in Excel-Files.
Inhalte, die im „Serious Play“ Modus erarbeitet wurden brennen sich ganz anders in unser Gedächtnis ein als „normale“ Informationen. Deshalb sind sie auch noch Wochen, Monate oder Jahre später präsent. Und was präsent ist, wird auch viel eher umgesetzt.

 

7. „Serious Play“ macht Spaß

Wenn in Workshops „ernsthaft gespielt“ wird, dann ist im Raum meist eine Mischung aus Konzentration, Kreativität, Albernheit, Ehrgeiz, Freude und Freiheit zu spüren. Die Augen leuchten, die Finger werkeln, die Mundwinkel gehen nach oben. Es macht einfach Spaß.
 
Dabei kommt mir immer wieder ein Zitat von Kjeld Kirk Kristiansen, dem Enkel des LEGO Gründers, in den Sinn. Der sagte einmal:
„We don’t stop playing because we grow older. We grow older, because we stop playing.”
(Wir hören nicht auf zu spielen, weil wir älter werden. Wir werden älter, weil wir aufhören zu spielen).
 
„Serious Play“ Methoden ermöglichen also 
◆ schnelle, gute Ergebnisse
◆ Klarheit
◆ bessere Kommunikation
◆ Vertrauen
◆ Besprechbarkeit von schwierigen Themen
◆ einen nachhaltigen Effekt
 
Und sie machen  Spaß und halten uns jung. Brauchen Sie noch mehr Gründe, um es mit Ihrem Team einfach einmal auszuprobieren?
Wenn Sie wissen möchten, wie das für Ihr Team aussehen könnte, dann lassen Sie uns gerne sprechen
 

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