VON EVELYN WURSTER

6 Schritte zu einer besseren Feedbackkultur

Sie wünschen sich eine bessere Feedbackkultur in Ihrem Team? Wunderbar. Damit ist der erste Schritt schon mal getan – Sie möchten, dass sich etwas verändert. Mit den folgenden 6 Schritten kommen Sie Ihrem Ziel, eine bessere Feedbackkultur zu etablieren, ein gutes Stück näher:
 

Schritt 1: Status Quo der Feedbackkultur ermitteln

Wie steht es aktuell um Ihre Feedbackkultur im Team? Welchen Eindruck haben Sie als Führungskraft – wie sieht ihr Team die Lage? Kommt die Idee, eine bessere Feedbackkultur zu etablieren, von Ihnen oder kommt der Wunsch aus dem Team? Verschaffen Sie sich zunächst im Team einen Überblick, wo Sie aktuell in puncto Feedbackkultur stehen und wo sie gemeinsam hin möchten.
Lassen Sie dazu jedes Teammitglied eine Einschätzung abgeben: “Wie zufrieden bin ich mit unserer aktuellen Feedbackkultur auf einer Skala von 1- 10” ( 1=sehr unzufrieden, unsere Feedbackkultur ist schrecklich; 10=sehr zufrieden, besser geht’s nicht). Das kann entweder an einem Flipchart mit Klebepunkten markiert werden oder oder auf einem virtuellen Whiteboard.
Starten Sie dann eine Diskussion rund um diese Einschätzung: haben alle eine ähnliche Sichtweise oder gibt es Unterschiede? Was ist aktuell schon ganz gut – wo gibt es noch Verbesserungsbedarf? 
◊ Geben Sie sich schon Feedback – aber nicht häufig genug?
◊ Geben Sie vielleicht nur positives Feedback und die negativen Dinge sprechen Sie nicht so gerne an?
◊ Gibt nur die Führungskraft Feedback, aber die Teammitglieder untereinander nicht? 
Das sind nur einige Beispiele für Themen, die bei dieser Diskussion zu Tage kommen könnten.
 

Schritt 2: Gemeinsames Ziel für die Feedbackkultur festlegen 

Nachdem Sie herausgefunden haben, wie es um Ihre Feedbackkultur aktuell steht legen Sie nun ein gemeinsames Ziel fest. Was genau soll sich verbessern? Was nehmen Sie sich gemeinsam vor? Wovon würden Sie als Team am meisten profitieren?
Das könnte z.B. sein, auch kritisches Feedback zu geben – wenn Sie sich damit bislang eher schwer getan haben. Oder auch positive Rückmeldungen zu geben, wenn Sie bislang eher eine “ned g’meckerd isch g’lobd gnug” (wie man in meiner Heimat sagt) Kultur gepflegt haben.  Übersetzt heißt das: “Keine Kritik ist schon ein großes Lob”. 
 

Schritt 3: Für Feedback-Basics sorgen

Feedback ist Übungssache und Feedback kann man lernen. Gutes Feedback ist auf eine konkrete Situation bezogen und wird zeitnah gegeben, damit sich der Feedback Empfänger auch noch daran erinnern kann.
Gutes Feedback ist in 3 Ebenen unterteilt:
1.  Meine Wahrnehmung
2.  Meine Interpretation
3.  Meine (innere) Reaktion
Statt “Du kommst immer zu spät” also lieber
1.) “Du bist die letzten 3 mal zu spät zu unserem Meeting gekommen”
2.) “Das gibt mir den Eindruck, dass Dir die Meetings nicht wichtig sind” 3.) “Mich ärgert das, weil ich mich selbst immer abhetze, um pünktlich zu sein”.
Vielleicht hatten Sie ja schon mal ein Feedbacktraining im Team, das sie auffrischen können – ansonsten ist es eine sehr gute Investition in Ihre Teamentwicklung, eines zu organisieren.
 

Schritt 4: Feedback geben

Schaffen Sie Zeit und Raum für Feedback in Ihrem Team. Planen Sie dezidierte Feedback-Sessions ein. Wenn Sie sich langsam herantasten wollen, können Sie z.B. im Anschluss an ein Team-Meeting ein “Speed-Dating” Format wählen: dazu sitzen sich die Teammitglieder in zwei Stuhlreihen gegenüber (oder virtuell in 2-er Break-Outs) und geben sich ein kurzes Feedback zu der Frage: “Wie habe ich Dich im heutigen Meeting wahrgenommen?”
Wenn Sie tiefer gehen wollen, planen Sie eine 2-3 stündige Feedback-Session, in der sich die Team-Mitglieder längere 1:1 Feedbacks geben. Der Ablauf ist dann wie folgt: Feedback-Paare bilden, Feedback für den zugelosten Feedback-Partner vorbereiten, Feedback austauschen.
Die Fragestellung kann entlang des gemeinsam festgelegten Feedback Ziels sein oder sich auf die allgemeine Zusammenarbeit beziehen wie z.B.: “Was schätze ich an der Zusammenarbeit mit Dir? – Was finde ich manchmal schwierig?” 
 

Schritt 5: Feedback zur Routine machen

Damit eine bessere Feedbackkultur entstehen kann reicht es nicht aus, zweimal im Jahr eine Feedback-Session abzuhalten. Feedback soll Teil des Team Alltags werden. Das gelingt am besten, wenn man feste Routinen etabliert. Z.B. eine Feedbackrunde am Ende jedes Meetings, das fix in die Agenda mit eingeplant ist. Oder ein “Feedback-Friday” – an dem alle im Team sich für eine halbe Stunde mit jemanden für einen Feedback-Austausch verabreden.  
 

Schritt 6: Erfolg messen und nächste Schritte planen

Besprechen Sie in regelmäßigen Abständen im Team, welche Fortschritte Sie in Bezug auf Ihre Feedbackkultur gemacht haben. Führen Sie die Status Quo Messung aus Schritt 1 nach einigen Monaten erneut durch und vergleichen Sie im Team das Ergebnis mit der Ausgangslage. Was hat sich verbessert? Wo gibt es noch Handlungsbedarf? Was wäre ein guter nächster Schritt, um dem gemeinsamen Ziel näher zu kommen? 
 
Und ganz wichtig: feiern Sie Ihren Erfolg! Vielleicht mit einer “Feedback-Dusche”: bei der bekommt jeweils eine Person im Team von allen anderen Teammitgliedern nacheinander ihr jeweils schönstes Kompliment zu hören. 
 

Hallo,
ich bin Evelyn Wurster.
Als Change Consultant und Coach arbeite ich mit Führungskräften und Ihren Teams daran, Ziele leichter und effektiver zu erreichen.

In meinen Blogartikeln gebe ich Impulse und konkrete Umsetzungstipps, wie Sie mit Ihrem Team den entscheidenden Schritt weiter kommen.

 

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